Frédéric Bastiat war ein französischer Nationalökonom, Publizist und Meister der politischen Zuspitzung. Er schrieb gegen Denkfehler, die bis heute erstaunlich frisch wirken: gegen staatliche Versprechen ohne Kostenrechnung, gegen Privilegien im Gewand der Gerechtigkeit und gegen Politik, die nur sieht, was sofort nützt – aber übersieht, was später schadet.
Sein berühmtester Gedanke lautet: Gute Entscheidungen erkennen nicht nur, was man sieht, sondern auch, was man nicht sieht. Wer bekommt einen Vorteil? Wer zahlt dafür? Welche Freiheit geht verloren? Welche Möglichkeit wird verhindert?
Bastiat war kein trockener Theoretiker. Er erklärte Ökonomie mit Humor, Logik und scharfer Sprache. Darum passt er so gut zu GSW: als Charakterkopf für alle, die klarer denken, besser argumentieren und politische Versprechen nicht nur nach ihrer Absicht, sondern nach ihren Folgen beurteilen wollen.