Die meisten Kritiker folgen den Trends. Wenn die Röcke kurz sind und sie sehen einen langen Rock, dann ist er nicht gut.
Millers Beobachtung trifft einen wunden Punkt: Viele Urteile basieren nicht auf objektiven Maßstäben, sondern auf bloßer Gewohnheit.
Ein Urteil zu fällen ist leicht, wenn man lediglich abgleicht, was gerade „in“ ist. Schwierig wird es dort, wo ein Werk, eine Haltung oder ein Gedanke den Rahmen des aktuellen Konsenses sprengt. Echte Urteilskraft zeigt sich nicht darin, den Zeitgeist zu verwalten, sondern das Zeitlose im Unzeitgemäßen zu erkennen.
Ein schöner Reminder, Kritik stets daraufhin zu prüfen: Misst sie den Wert der Sache – oder nur deren Konformität mit dem Trend?
Du möchtest mehr über Arthur Miller erfahren, bis schon auf dem Weg zu ihm!